Radionuklidtherapie

Bei starken Schmerzen aufgrund Knochenmetastasen wird häufig eine Radionuklidtherapie veranlasst. Bei dieser Behandlung werden radioaktive Partikel von dem erkrankten Gewebe aufgenommen, sodass die Krebszellen zerstört werden. Allerdings kann die Therapie nur erfolgen, wenn vorher durch eine Skelettzintigraphie gezeigt wurde, dass die erkrankten Knochenabschnitte auch über einen krankhaft gesteigerten Knochenstoffwechsel verfügen.

Bei mehreren und größeren Metastasen ist die Radionuklidtherapie ungeeignet, da die eingesetzte Bestrahlung lediglich eine geringe Reichweite hat. Zudem kommt es bei etwa 20 bis 55% der Betroffenen nach der Behandlung zu einer Schädigung des Knochenmarks und dadurch auch zu einer gestörten Blutbildung.

Die Radionuklidtherapie wird nach einem intensiven Aufklärungsgespräch durchgeführt, indem über einen Venenzugang ein radioaktives Medikament in die Blutbahn gebracht wird. Das Tumorgewebe nimmt dann dieses durch die Blutbahn auf. Einige radioaktiven Substanzen erfordern einige Stunden nach der Gabe ein Ganzkörperszintigramm, damit die ihre Verteilung in dem Knochengewebe nachvollzogen und dokumentiert werden kann. Nach der Radionuklid-Therapie wird für mehrere Wochen das Blutbild auf Veränderungen kontrolliert.

In den ersten Tagen nach der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden starken Schmerzreaktion kommen.

Doch generell berichten etwa 70 bis 90 % der Betroffenen von einer Linderung der Schmerzen nach der Injektion. Dabei tritt der maximale schmerzlindernde Effekt etwa bei dem 10. Tag nach der Therapie ein und bleibt für circa 5 bis 8 Wochen bestehen. Das Positive an der Radionuklidtherapie ist, dass im Gegensatz zu der lokalen Bestrahlung eine Wiederholungsbehandlung erfolgen kann und auch die Metastasen mit behandelt werden, die noch keine Krankheitszeichen verursacht hatten.

Allerdings kann die Radionuklidtherapie keine Heilung erbringen, sondern lediglich eine Schmerzlinderung.