Therapie

Wurde die Diagnose Prostatakarzinom gestellt und sowohl auch das Ausmaß als auch das Stadium der Erkrankung bestimmt, so wird der Arzt zusammen mit dem Patienten die möglichen Behandlungsmethoden besprechen.

Generell stehen nachfolgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Kälte- und HIFU-Therapie
  • Abwarten und Kontrolle
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie
  • Behandlung in späten Erkrankungsstadien
    • operative Maßnahmen, Strahlentherapie
    • Unterstützung des Knochens bei Knochenmetastasen
    • Radionuklidbehandlung

Die tatsächlich einsetzende Therapie hängt davon ab, ob der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf die Prostata begrenzt ist oder bereits umliegendes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen hat und gegebenenfalls in den Lymphknoten und anderen Organen Metastasen gebildet hat.

Liegt eine Erkrankung im Frühstadium vor, also ist der Tumor auf die Vorsteherdrüse beschränkt, so kommen vor allem eine Operation, die Kälte- und HIFU-Therapie und eine Strahlentherapie in Frage.

Hat sich der Tumor jedoch schon zum Zeitpunkt der Diagnose in umliegendes Gewebe ausgebreitet und Tochtergeschwülste in Lymphknoten oder anderen Organen gebildet, so kommen ebenso eine Operation und eine Strahlentherapie in Frage. Zusätzlich oder ausschließlich werden Behandlungsmethoden eingesetzt, die im ganzen Körper wirken, wie zum Beispiel die Hormontherapie.

Haben sich bereits Knochenmetastasen gebildet, so liegt vor allem der Schwerpunkt der Therapie in der Chemo- und Hormontherapie. Außerdem wird gezielt eine Strahlentherapie eingesetzt, um die Schmerzen, die durch die Metastasen verursacht werden, zu beseitigen. Generell liegt hier das Ziel der Therapie bei dem Stoppen der weiteren Ausbreitung und der Erhaltung der Lebensqualität des Betroffenen. Eine komplette Heilung ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Für den Patienten ist es sehr wichtig, dass die einzelnen Behandlungsmethoden genauestens mit dem Arzt besprochen werden, damit genügend Informationen über die Auswirkungen auf ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden vorhanden sind. Auch kommen nicht immer alle beschriebenen Behandlungsformen in Frage, aber dennoch gibt es für jeden Patienten mindestens eine alternative Therapiemethode.