Sexualität

Wurde eine Operation aufgrund eines Prostatakrebs vorgenommen, so ist es möglich, dass eine Potenzstörung die Folge dessen ist. Der Grund für die Störung kann entweder die Entfernung der Erektionsnerven sein, dann ist die Potenzstörung dauerhaft, oder die dafür verantwortlichen Nerven wurden bei der Operation beschädigt. In diesem Fall besteht eine zeitlich begrenzte Impotenz. In der Regel bleibt die Produktion der männlichen Geschlechtshormone unbeeinflusst, sodass die Lust, die Empfindungen und die Fähigkeit einen Orgasmus zu bekommen, nicht beeinträchtigt ist. Klagt der Patient trotz Erhalt der Erektionsnerven über Impotenz, so kann dies auch einen psychischen Grund haben. Nicht selten ist das Sexualleben nach einer Operation beeinträchtigt, vor allem, wenn eine Harninkontinenz besteht. In diesem Fall und wenn die eingeschränkte Sexualität eine große Belastung darstellt, sollte der Patient offen mit der Situation in der Partnerschaft umgehen. Denn die Offenheit und die Unterstützung der Partnerin kann dazu beitragen, dass trotz der funktionellen Einschränkung eine glückliche und sexuell befriedigte Partnerschaft stattfinden kann. Auch kann es für den Patienten hilfreich sein, die Situation, Sorgen und Probleme mit dem Arzt oder einem Psychotherapeuten zu besprechen. Der Patient muss in keinem Fall auf das Sexualleben verzichten. Es besteht auch die Möglichkeit die Penisversteifung mit Hilfe von Medikamenten oder technischen Methoden wiederherzustellen.