Harninkontinenz

Neben der Impotenz kann auch die Harninkontinenz eine Operationsfolge sein. Der Grund dafür ist dann das Versagen des Verschlussmechanismus am Blasenausgang. In den meisten Fällen ist dies eine vorübergehende Störung und nur selten bleibt die Harninkontinenz dauerhaft bestehen.

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Häufig handelt es sich um eine Belastungsinkontinenz. Typisch für diese Harninkontinenz ist der Abgang von unkontrolliertem Urin, sobald der Druck im Bauchraum erhöht ist. Besonders geschieht dies bei körperlicher Belastung wie das Tragen oder Anheben von schweren Gegenständen, beim Niesen, Husten, Lachen oder Pressen. Der Urinverlust kann sich dabei auf nur wenige Tropfen beschränken oder es kann auch zu einem hohen Urinverlust im Strahl kommen. Liegt eine ausgeprägte Harninkontinenz vor, so kann der Urin bei jeder kleinsten Bewegung, beim Liegen oder beim Stehen abgehen. In der Regel wird von dem Betroffenen vorher dann kein Harndrang verspürt.

Um die Regeneration zu unterstützen, wird eine regelmäßige Beckenbodengymnastik nach der Operation empfohlen. Bereits im Krankenhaus wird ein Physiotherapeut dem Patient die speziellen Übungen zeigen, damit diese auch zu Hause selbständig und konsequent durchgeführt werden können. Bis zur Wiedererlangen der Kontinenz kann der unwillkürlich abgehende Urin durch das Benutzen von saugfähigen Einlagen aufgefangen werden.

Sollte dennoch die Harninkontinenz weiter bestehen, so gibt es verschiedene operative Möglichkeiten, um eine Besserung zu schaffen, wie zum Beispiel die Einpflanzung eines künstlichen Schließmuskels. Welche Möglichkeit jedoch für den Betroffenen am Besten wäre, wird vorher genauestens mit dem Arzt besprochen.

Sollten trotz alle dem die Maßnahmen fehlschlagen und die Harninkontinenz weiter bestehen, so ist es dennoch möglich durch spezielle Hilfsmittel ein ungestörtes gesellschaftliches Leben zu leben. In den meisten Fällen kann der Betroffene also die gewohnten Aktivitäten unbeeinträchtigt weiter ausüben.