Vorbeugung

Um das Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, zu beeinflussen oder auch dem neuerlichen Auftreten nach einer überstandenen Prostatakrebserkrankung vorzubeugen, empfiehlt sich:

  • Regelmäßige körperliche Bewegung: 45 Minuten mäßig starke Bewegung (z. B. Fensterputzen, Gartenarbeit, Golfspielen) bis starke körperliche Aktivität (z. B. Joggen, Radfahren, Schwimmen) an mindestens 5 Tagen pro Woche
  • Gesunde Ernährung: viel Obst (z. B. Granatäpfel) und Gemüse, nur wenig rotes Fleisch, tierisches Fett und Fleischprodukte. Tomaten (in jeder Verarbeitungsform) sollen aufgrund der in ihnen enthaltenen Stoffe (Lycopen und Phytoöstrogene) einen vorbeugenden Effekt auf Prostatakrebs haben. Auch in Sojaprodukten, vor allem in Sojabohnen oder Tofu, stecken vorbeugende Stoffe (Phytoöstrogene) gegen Prostatakrebs.
  • Abbau von Übergewicht und Halten eines gesunden Gewichts
  • Mäßigung des Alkoholkonsum (nicht mehr als 24 g Alkohol pro Tag)

Achten Sie auf Warnsignale Ihres Körpers und suchen Sie rechtzeitig Ihren Hausarzt oder einen Urologen auf, damit dieser feststellen kann, ob die Beschwerden von gutartigen oder bösartigen Veränderungen der Prostata herrühren oder sogar ganz andere Ursachen haben.

Urheber: Zerbor

Sollte Prostatakrebs in Ihrer Familie verbreitet sein, können Sie sich an eine humangenetische Beratungsstelle wenden, die ermittelt, ob für Sie eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, an einem Prostatakarzinom zu erkranken. Prostatakrebs kann sowohl durch den Vater als auch durch die Mutter vererbt werden, sodass die Familien beider Elternteile berücksichtigt werden müssen.

Männer aus Familien mit vererbbarem Prostatakrebs sollten ab 40 Jahren oder sogar schon früher regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen durchführen lassen.