Funktion der Prostata

Die Prostata gehört zusammen mit den Hoden zu den Fortpflanzungsorganen des Mannes. Die Prostata erzeugt einen Großteil der Samenflüssigkeit, die das Ejakulat dünnflüssiger macht und die Spermien ernährt. Dadurch sorgt sie für die Beweglichkeit der Spermien und deren Befruchtungsfähigkeit. In dem von der Prostata produzierten Sekret ist auch ein Eiweißstoff, das sogenannte prostataspezifische Antigen (PSA), enthalten. Bei einer Blutuntersuchung ist der PSA-Wert bestimmbar und das Ergebnis deutet darauf hin, ob eine gut- oder bösartige Erkrankung der Prostata vorliegt.

Urheber: Henrie

Beim Samenerguss (Ejakulation) ziehen sich die Muskeln der Prostata zusammen, wodurch die Samenflüssigkeit in die Harnröhre gepresst wird. Zugleich werden auch die Samenflüssigkeit aus der Samenblase und die Spermien aus den Hoden in die Harnröhre geleitet, sodass alle Sekrete im Bereich der Prostata in den Harn- und Samenwegen zusammengeführt werden.

Die Funktion und auch das Wachstum der Prostata werden vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron, das hauptsächlich in den Hoden, aber auch in den Nebennieren gebildet wird, gesteuert. Würde keine Stimulation durch das Hormon stattfinden, könnte die Prostata kein Sekret bilden und bliebe unterentwickelt. Dieser Umstand kann bei einer Prostatakrebserkrankung für die Behandlung genutzt werden.