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Tumor - Nachsorgeuntersuchungen

Eine Nachsorgeuntersuchung des Prostatakrebs ist sehr wichtig, um das erneute Wiederauftreten der Erkrankung, ein sogenanntes Rezidiv, möglichst schnell zu erkennen und unter Umständen nochmals zu behandeln. Vor allem soll nach einer Operation oder Strahlentherapie der Erfolg kontinuierlich überprüft werden, also die vollständige Entfernung des Tumors. Zudem können möglicherweise eingetretene Nebenwirkungen und Folgen von der Operation behandelt werden.  Bei einem vorangeschrittenen Prostatakrebs dient die Nachsorgeuntersuchung vor allem der Erkennung bzw. Vermeidung von Komplikationen, zum Beispiel durch Druck des Karzinoms auf das umliegende Gewebe und Organen und durch Knochenmetastasen. Auch werden psychische und soziale Wunden beachtet und gegebenenfalls therapiert.

Im Prinzip erfolgt in den ersten 2 Jahren nach der Erkrankung  alle 3 Monate eine Nachsorgeuntersuchung. Anschließend finden nur noch seltener Nachsorgeuntersuchungen statt: im 3. und 4. Jahr noch jedes halbe Jahr und im 5. Jahr sogar nur einmal im Jahr. Dies sind allerdings nur die vorgeschriebenen Nachsorgeuntersuchungen. Wie häufig der Arzt den Betroffenen sehen möchte, hängt von dem individuellen Krankheitszustand und – verlauf ab.
Bei einer regelmäßigen Nachsorgeuntersuchung kann man  bei möglicherweise auftretenden Begleit – und Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Schwellungen des Unterschenkels, Knochenschmerzen, Thrombosen, Störungen beim Wasserlassen usw. schnell einschreiten. Nebenerkrankungen sind in der Regel gut medikamentös zu behandeln.
Der Aufwand und Umfang der Nachsorgeuntersuchung hängt davon ab, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnosefeststellung fortgeschritten war.

Bei einer solchen Nachsorgeuntersuchung können folgende Untersuchungen durchgeführt oder veranlasst werden:

  • gründliche und tiefgehende körperliche Untersuchung mit Tastuntersuchung
  • Blutuntersuchungen inklusive Bestimmung des PSA – Wert
  • Ultraschalluntersuchung
  • Skelettzintigraphie
  • Gewebeentnahme (Biopsie)
  • Röntgenuntersuchung
  • Computertomographische Untersuchung


Sind Beschwerden wie beispielsweise „rheumatische“ Schmerzen oder Knochenschmerzen vorhanden, sollte in jedem Fall, natürlich auch außerhalb der Nachsorgeuntersuchung, der Arzt aufgesucht werden. Denn ein Karzinom im fortgeschrittenem Stadium kann zum Beispiel Knochenmetastasen verursachen. Eine frühe Strahlentherapie könnte dann eventuell diesen Komplikationen effektiv entgegenwirken.

Generell sollten Betroffene auf eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung achten, damit die Erkrankung und der weitere Verlauf einen positiven Verlauf annimmt.

© prostatakrebs.at

Tags: Nachsorgeuntersuchung, Tumor

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