Prostatakrebs – Anlaufstellen für Erkrankte und ihre Angehörigen

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsform bei Männern und wird häufig erst sehr spät erkannt. Nämlich dann, wenn Beschwerden auftreten und der bösartige Tumor schon ein bedrohlich fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Wird Prostatakrebs frühzeitig erkannt, beispielsweise während einer Vorsorgeuntersuchung, bestehen sehr gute Heilungschancen. Für Erkrankte, Vorsorgende und Angehörige gibt es in Österreich verschiedene Anlaufstellen.

Vorsorge und Vorbeugung

AnlaufstellenFür die Vorsorgeuntersuchungen im Bereich der Prostata sind Urologen in Österreich zuständig. In jedem der Bundesländer gibt es solche Fachärzte, die Prostatakrebs erkennen oder ausschließen können sowie über die Vorbeugung der Erkrankung aufklären und beraten. Ab Mitte 40 sollte jeder Mann seine Prostata regelmäßig abtasten lassen, denn das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken steigt mit dem Alter. Wer erst bei den ersten Anzeichen der Erkrankung, das sind Probleme beim Wasserlassen, Schmerzen im Rücken, Becken und Hüfte beim Ejakulieren und Blut im Sperma oder Urin, einen Urologen aufsucht, kann sich bereits im fortgeschrittenem Stadium befinden.

Die Ursachen für Prostatakrebs sind noch nicht zu 100 Prozent erforscht, gewisse Risikofaktoren sind aber bekannt: Bewegungsmangel, fettreiche bzw. ungesunde Ernährung, Hormone, Veranlagung und Übergewicht. Selbsthilfegruppen gibt es für Erkrankte, Angehörige und Männer, die vorsorgen möchten in Wien, in Salzburg, in der Steiermark, Tirol und in Vorarlberg. Solche Anlaufstellen sind wichtig, denn sie dienen der Aufklärung, dem Erfahrungsaustausch und helfen beim Leben mit dem Krebs.

Prostatazentren der Bundesländer

Gerade im fortgeschrittenen Stadium empfiehlt sich eine Behandlung des Prostatakrebs in einem der verschiedenen Prostatazentren in Österreich. In den Großstädten Wien, Innsbruck, Graz und Linz gibt es Spezialzentren, die verschiedene Therapieformen anwenden und immer auf dem neuesten Stand der Medizin sind. Zu den Behandlungsformen gehören Chemo-, Hormon- und Immuntherapien.

Leben mit Prostatakrebs

Auch wenn eine Operation oder eine andere Behandlung den Prostatakrebs besiegt hat, können Inkontinenz und Impotenz zurückbleiben. Viele Männer fühlen sich mit dieser Diagnose hilflos ausgeliefert und nicht mehr „männlich“. Auch für den Fall, dass der Krebs überstanden ist, brauchen einige Betroffene Hilfe, um nach oder mit der Erkrankung weiter zu leben. Die Folgen des Krebses können vorübergehend oder dauerhaft sein. Selbsthilfegruppen, Psychologen und der Hausarzt sind in diesem Fall Anlaufstellen für Betroffene und ihre Familie.